Neuigkeiten

Oktober 2019 

 

Aktionsplan Kupierverzicht ab 01.07.2019 zu erfüllen

 

Das Kupieren von Schwänzen ist in der EU und Deutschland schon seit längerem verboten und ist nur mit begründeter Ausnahme zulässig. Wie eine solche Begründung aussehen muss, war lange Zeit offen und wurde nun mit einem Rahmenplan verabschiedet. Der Aktionsplan Kupierverzicht resultierte somit aus der Aufforderung der EU Maßnahmen zur Verhinderung des Schwänzekupieren zu ergreifen. Das Ziel dabei ist das routinemäßige Kupieren von Schweinen zu verringern, indem geeignete Maßnahmen eingeführt werden, um Schwanzbeißen zu verhindern und letztlich auf das Kupieren der Schwänze verzichten zu können.

 

Der Aktionsplan beinhaltet zwei Wege die Unerlässlichkeit zu erklären.

 

Eine Options ist die Risikoanalyse, die für jede Produktionsstufe zu erstellen ist. Darin sind mindestens die Parameter Beschäftigungsmaterial, Stallklima, Gesundheit und Fitness, Wettbewerb um Ressourcen, Ernährung sowie Struktur und Sauberkeit der Bucht zu erfassen und beurteilen. Eine Vorlage der Risikoanalyse ist unter Downloads zu finden. Es müssen des Weiteren die Verletzungen dokumentiert werden und Maßnahmen zur Optimierung mit dem Tierarzt festgelegt werden. Anschließend gibt der Tierhalter die Tierhalter Erklärung ab. Diese dient dazu die Unerlässlichkeit des Kupierens zu erklären. Landwirte müssen die Erklärung jährlich bei der zuständigen Behörde abgeben.

 

Die zweite Option ist die Haltung einer unkupierten Kontrollgruppe. Es müssen ebenfalls die Verletzungen dokumentiert werden. Bei Auftreten von Verletzungen müssen ebenfalls Optimierungsmaßnahmen beschlossen werden. Die Tierhaltererklärung ist ebenso jährlich abzugeben.

 

Sofern nach 2 Jahren das Problem des Schwänzebeißens weiter auftritt muss ein Plan mit dem Tierarzt zur Risikominimierung aufgestellt werden und der Behörde vorgelegt werden.

 

Die zugehörigen Dokumente "Risikoanalyse Kupierverzicht" und der "Ablaufplan zum Aktionsplan Kupierverzicht" sind im Downloadbereich zu finden. 

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September 2019 

 

Veröffentlichung der "Roten Gebiete" 

 

Die niedersächsische Landesregierung hat Mitte September die sogenannten „Roten Gebiete“ ausgewiesen. In diesen Gebieten gelten besondere Vorschriften, insbesondere im Hinblick auf die Einarbeitung und den Lagerraum für Gülle.

 

Folgende Auflagen sind im derzeitigen Verordnungsentwurf vorgesehen:

• Verpflichtende Wirtschaftsdüngeranalysen vor Aufbringung auf die Flächen, um den genauen Nährstoffgehalt zu kennen und so die Düngung noch präziser gestalten zu können.

• Das Einarbeiten von Wirtschaftsdünger und Gärresten innerhalb von einer Stunde (anstatt früher vier Stunden).

• Erhöhung der Mindestlagerkapazität für flüssige Wirtschaftsdünger und Gärreste auf sieben anstatt sechs Monate.

 

Hinzu käme die durch die Bundesregierung geplante Reduzierung der Stickstoffversorgung um 20 Prozent unter den Bedarf der angebauten Pflanzen und das Verbot einer Düngung von Zwischenfrüchten.

 

Der Kreislandvolkverband Cloppenburg hat sich mit 15 weiteren Kreisverbänden zusammengeschlossen, um die Grundlagen, die bei der Festlegung eine Rolle gespielt haben, in fachlicher Hinsicht überprüfen zu lassen. Sollte sich herausstellen, dass die Festlegung fachlich nicht haltbar ist, werden alle notwendigen Schritte zur Abwendung von Nachteilen für die Landwirtschaft eingeleitet.

 

Die „Roten Gebiete“ können von jedem unter https://sla.niedersachsen.de/landentwicklung/LEA/ eingesehen werden.

Bitte beachten Sie dazu das eingefügte Bild, um die richtige Darstellung auszuwählen.

 

Bei Fragen stehen unsere Kollegen gerne zur Verfügung:

Markus Banemann: 04471-965-162                  Inga Schnier: 04471-965-268

Gudrun Briest: 04471-965-160                          Frank Kleimann: 04471-965-248

Rote Gebiete
Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

September 2019 

 

Nitrat- und Phosphat-Kulisse ausgewiesen

 

Hannover. Die Gebietskulissen der nitrat- und phosphatsensiblen Gebiete in Niedersachsen liegen vor. Das Kabinett stimmte heute (Dienstag) der Freigabe des Entwurfs der Niedersächsischen Verordnung über düngerechtliche Anforderungen zum Schutz der Gewässer vor Verunreinigung durch Nitrat oder Phosphat (NDüngGewNPVO) zur Verbandsbeteiligung zu. Mit Hilfe der Länderverordnung sollen die Nährstoffeinträge in belastete Wasserkörper durch die Landwirtschaft verringert und damit die Umweltziele der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) erreicht werden. Außerdem soll weiteren Verfahren der EU-Kommission wegen Nichtumsetzung der EG-Nitratrichtlinie wirksam entgegengewirkt werden.

Die Niedersächsische Landwirtschaftsministerin, Barbara Otte-Kinast zeigte sich zufrieden: „Wir haben intensiv daran gearbeitet, die Vorgaben des Bundes und der EU zu erfüllen. Niedersachsen hat hier seine besondere Verantwortung wahrgenommen, um den Schutz des Grundwassers zu gewährleisten.“

Umweltminister Olaf Lies erklärte: „Wir haben nitratsensible und phosphatsensible Gebiete ausgewiesen, in denen aufgrund der aktuellen Belastung ein hoher Handlungsbedarf besteht. Dafür waren umfangreiche wasserwirtschaftliche Auswertungen erforderlich.“

Die Gebietskulisse Grundwasser („Nitrat-Kulisse“) umfasst rund 39 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche – also rund eine Millionen Hektar. Von den insgesamt 37 Landkreisen und acht kreisfreien Städten in Niedersachsen sind NICHT von der Ausweisung der nitratsensiblen Gebiete betroffen: Emden, Wilhelmshaven, Hameln-Pyrmont, Holzminden, Northeim, Göttingen und Goslar. Die Bewertung der Grundwasserkörper erfolgte in einem mehrstufigen Verfahren.

Die Gebietskulisse Oberflächengewässer („Phosphat-Kulisse“) umfasst etwa ein Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche. Das entspricht etwa 35.000 Hektar. Folgende Landkreise haben Flächenanteile in der „Phosphat-Kulisse“: Ammerland, Osnabrück, Diepholz, Cuxhaven, Region Hannover, Nienburg (Weser), Schaumburg und Göttingen. Betroffen sind die Einzugsgebiete folgender Wasserflächen: Steinhuder Meer, Dümmer, Zwischenahner Meer, Bederkesaer See, Dahlemer/Halemer See, Flögelner See, Balksee und Seeburger See.

Zum Schutz des Grund- und Oberflächenwassers werden in den ausgewiesenen Gebieten bestimmte Auflagen für die Bewirtschaftung verhängt.

 

Dazu gehören in den nitratsensiblen Gebieten:

  • 1). Verpflichtende Wirtschaftsdüngeranalysen vor Aufbringung auf die Flächen, um den genauen Nährstoffgehalt zu kennen und so die Düngung noch präziser gestalten zu können.

  • 2). Das Einarbeiten von Wirtschaftsdünger und Gärresten innerhalb von einer Stunde (anstatt früher vier Stunden).

  • 3). Erhöhung der Mindestlagerkapazität für flüssige Wirtschaftsdünger und Gärreste auf sieben anstatt sechs Monate.

In den phosphatsensiblen Gebieten sind vorgesehen:

  • 1). Verpflichtende Wirtschaftsdüngeranalysen vor Aufbringung auf die Flächen, um den genauen Nährstoffgehalt zu kennen und so die Düngung noch präziser zu gestalten.

  • 2). Erhöhung der Mindestlagerkapazität für flüssige Wirtschaftsdünger und Gärreste auf sieben anstatt sechs Monate.

  • 3). Auf hoch und sehr hoch versorgten Böden ist nur eine reduzierte P-Düngung möglich, um eine P-Abreicherung im Boden zu erzielen.

Zwei Maßnahmen sind mit Übergangsfristen versehen, um eine Anpassung auf den Betrieben zu ermöglichen: Die erhöhten Anforderungen an den Lagerraum gelten ab Juli 2021; die Regelungen zur reduzierten P-Düngung gelten in gestaffelter Form ab Januar 2021.

 

Wer prüft die Auflagen?

Die in der Verordnungen geregelten Vorschriften werden von den Prüfdiensten der Düngebehörde (Landwirtschaftskammer Niedersachsen) im Rahmen der Fachrechtskontrolle geprüft. Ordnungswidrigkeiten werden geahndet.

 

Über den Link https://sla.niedersachsen.de/landentwicklung/LEA/ können die Gebietskulissen eingesehen werden. Zusätzlich wird unten links auf der Seite das graue Infofeld „Informationen zur NDüngGewNPVO“ eingerichtet.

 

Wie geht es weiter?

Die Verbände haben nun drei Wochen Zeit, zum Verordnungsentwurf Stellung zu nehmen.

Nach jetzigem Zeitplan ist geplant, die Verordnung Mitte November dem Kabinett zur Verabschiedung vorzulegen.

 

Die Verordnung zu §13 Absatz 6 DüV – die sogenannte Meldepflicht für die Ermittlung des Düngebedarfs und des Nährstoffvergleichs – soll voraussichtlich am 17. September 2019 verabschiedet werden. Geplant ist die Einführung elektronischer Nährstoffmeldungen im gesamten Land über eine zentrale Datenbank namens ENNI (Elektronisches Nährstoffmanagement Niedersachsen).Von der Meldepflicht werden rund 30.000 Betriebe in Niedersachsen betroffen sein.

 

Hintergrund:

Der Europäische Gerichtshof hatte im vergangenen Jahr festgestellt, dass Deutschland gegen seine Verpflichtungen zum Schutz des Grundwassers im Rahmen der Nitratrichtlinie verstoßen hat. Die Europäische Kommission hatte im Juli 2019 gegen Deutschland wegen des andauernden Verstoßes gegen die EU-Nitratrichtlinie ein Aufforderungsschreiben gemäß Artikel 260 des Vertrags von Lissabon übermittelt. Sie mahnt Deutschland erneut, das Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom Juni 2018 umzusetzen. Geschieht dies nicht, können Strafzahlungen verhängt werden.

 

Pressemitteilung vom 10.09.2019 ML Niedersachsen

Ehrung
(v l. n r.): Rita Wilken, Christine Wichmann, Anja Bullermann, Lore Cramer, Mechthild Niemann, Beate Kathmann, Brigit Zweiböhmer, Hubertus Berges, Agnes Wulfers, Josef Wendeln, Bernhard Suilmann, Michael Böhmann

August 2019 

 

Landvolk ehrt langjährige Mitarbeiter

 

In feierlicher Atmosphäre fand im Foyer des Landvolkgebäudes Ende August die jährliche Ehrungsfeier statt, auf der langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geehrt wurden. Vorsitzender des Vorstandes Hubertus Berges, bedankte sich im Namen der Geschäftsführung und des Vorstandes bei den Jubilaren.

 

Geehrt wurden an diesem Tag:

Rita Wilken und Mechthild Niemann (40 Jahre Betriebszugehörigkeit)

Agnes Wulfers (35 Jahre Betriebszugehörigkeit)

Brigit Zweiböhmer (25 Jahre Betriebszugehörigkeit)

Beate Kathmann und Christine Wichmann (20 Jahre Betriebszugehörigkeit)

Anja Bullermann und Lore Cramer (10 Jahre Betriebszugehörigkeit)

Josef Wendeln (30 Jahre Geschäftsführer der AWL Steuerberatungsgesellschaft mbH) 

 

Vielen Dank für die lange Betriebszugehörigkeit und auf noch viele weitere Jahre! 

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Sprach in Thüle: Ministerin Barbara Otte-Kinast.
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Vorsitzender Hubertus Berges bedankte sich bei der Ministerin für den Besuch.
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Bernhard Kramer aus Gehlenberg (Bildmitte) und Berthold Hachmöller aus Sevelten (rechts) wurden für langjährige Vorstandsarbeit ausgezeichnet.
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Viele Delegierte waren auf der Versammlung anwesend.

Juni 2019 

 

Delegiertentagung des Kreislandvolkverbandes Cloppenburg

Ministerin Barbara Otte-Kinast in Thüle

 

Am 13. Juni 2019 fand im Saal Sieger die alljährliche Delegiertentagung des Kreislandvolkverbandes in Cloppenburg statt. Nach dem internen Teil, in dem der Jahresabschluss festgestellt und der Haushalt beschlossen wurde, ehrte Vorsitzender Hubertus Berges Bernhard Kramer (Gehlenberg) und Berthold Hachmöller (Sevelten) für langjährige Vorstandsarbeit. Anschließend gingen Hubertus Berges und Bernd Suilmann auf verschiedene Themenbereiche ein, die derzeit in Diskussion stehen.

 

Hubertus Berges wies in seinen Ausführungen darauf hin, dass der Verband mit den Neuregelungen zur Düngeverordnung in der jetzigen Form nicht einverstanden sei. Eine pauschale Reduzierung der Düngung um 20 % sei fachlich nicht gerechtfertigt. Es müssten Regelungen gefunden werden, die eine fachliche Grundlage hätten. Rein politisch motivierte Entscheidungen seien der falsche Weg. Der gute Zustand des Grundwassers stehe dabei außerhalb jeglicher Diskussion. Frau Otto-Kinast ging in ihrem Vortrag ging unter anderem auf Umwelt- und Klimathemen, Wolfsrisse und auf die Tierwohldiskussion ein. Eine weitere Verschärfung der Düngeverordnung zum jetzigen Zeitpunkt sei ärgerlich und problematisch. Die gerade erst in 2017 geänderte Düngeverordnung müsse zunächst greifen, bevor über Verschärfungen nachgedacht werde.

 

Bernd Suilmann ging in seinem Tätigkeitsbericht auf die Zusammenarbeit des Landvolkes mit den praktizierenden Tierärzten und dem Veterinäramt im Bereich Tierhaltung ein. Es würden jährlich Informationsveranstaltungen vorbereitet und angeboten. Diese Versammlungen würden sehr gut besucht. Es hätten sich auch viele Verbesserungen in den einzelnen Bereichen eingestellt. Auch hinsichtlich der Ausweisung des Vogelschutzgebietes V 66 Südradde/Mittelradde zum Landschaftsschutzgebiet habe man sich engagiert und entsprechende Stellungnahmen abgegeben. Zwischenzeitlich ist auf diese Einwendungen auch reagiert worden. Es sollen Flächen aus dem vorgesehenen Gebiet herausgenommen werden. Des Weiteren konnten Inhalte der Landschaftsschutzgebietsverordnung entschärft werden. Im Genehmigungsverfahren des Wasserschutzgebietes Thülsfelde sei man aktiv. Hier sei ein Begleitgutachter bestellt worden, der die Unterlagen des OOWV überprüfe. Es müsse in erster Linie sichergestellt sein, dass die Landwirtschaft durch die Wasserförderung keine Schäden erleide.

 

Auch die Initiative „Echt grün“ würde, so Herr Suilmann abschließend, weiter vorangetrieben, um das Image der Landwirtschaft zu erhalten bzw. zu verbessern.

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Thomas König (Vorsitzender), Stefan Scharpekant (Kassenwart), Benno Klostermann (Beisitzer), Dr. Thomas Gnosa (stellvertretender Vorsitzender), Marina Wilken (Beisitzerin), Josef Abeling (Beisitzer), Ingo Gerdes (Beisitzer, fehlt auf dem Bild)

Mai 2019 

 

Verein LaUB e. V. schaut auf ein erfolgreiches Jahr zurück

 

Ende Mai fand die Mitgliederversammlung des Vereins LaUB e. V. (Landwirtschaft, Umwelt und Bildung) statt. Der seit einigen Jahren bestehende Förderverein hat es sich zum Ziel gesetzt, die regionale Landwirtschaft für Kinder und Erwachsene hautnah erlebbar zu machen und ein realistisches Bild der Landwirtschaft zu vermitteln. Dazu kamen im letzten Jahr über 800 Gäste, insbesondere Kinder und Jugendliche, auf die verschiedenen Lernstandorte. Mit dem Besuch eines Lernstandortes soll der direkte Kontakt zu den Tieren, Pflanzen und Maschinen möglich gemacht werden.

 

Ferner fanden auf der Mitgliederversammlung des FördervereinsVorstandswahlen statt.

Marina Wilken aus Hamstrup wurde als Beisitzerin für den ausgeschiedenen

Josef Bahlmann aus Kneheim neu in den Vorstand gewählt. Die weiteren Vorstandsmitglieder Thomas König (Vorsitzender), Dr. Thomas Gnosa (stellvertretender Vorsitzender), Stefan Scharpekant (Kassenwart) sowie die Beisitzer Benno Klostermann, Ingo Gerdes und Josef Abeling wurden in ihren Ämtern bestätigt.

 

Auch für das kommende Jahr möchte der Verein den Gästen weitere Eindrücke aus der Landwirtschaft vermitteln. Wer Mitglied im Verein LaUB e.V. werden möchte, kann sich an die Geschäftsstelle des Kreislandvolkverbandes Cloppenburg, Tel.: 044712/965-200, wenden.

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War zu Gast in Löningen: Bundestagsabgeordnete Silvia Breher.
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Jürgen Göttke-Krogmann, Sprecher des Aktionsbündnisses „Aktives Wolfsmanagement“ sprach in Hemmelte.

Mai 2019 

 

Weidetierhalter fordern ein einheitliches Wolfmanagement

Mahnwache in Hemmelte und in Löningen

 

 

Auch im Landkreis Cloppenburg kommt es immer wieder zu Wolfsangriffen, bei denen unter anderem Schafe verletzt oder qualvoll getötet werden. Um darauf aufmerksam zu machen, hatten Landwirte, Jäger und Tierhalter am 10. Mai zum Mahnfeuer nach Hemmelte eingeladen. Zu Gast war Jürgen Göttke-Krogmann, Sprecher des Aktionsbündnisses „Aktives Wolfsmanagement“, welches auch vom Landvolk unterstützt wird. Er berichtete, dass etwa 1000 Wölfe derzeit wieder durch deutsche Landschaften und Wälder streifen sollen. Werde nichts unternommen, dürfte sich der Bestand bis 2030 verzehnfachen. Auch auf dem Hof von Landwirt Christoph Grüß fand Anfang Juni ein Mahnfeuer statt. Bundestagsabgeordnete Silvia Breher war ebenfalls unter den rund 100 Gästen. Sie forderte weiter laut zu sein, um so auf den Wolf aufmerksam zu machen. An diesem Abend äußerten besonders die Weidetierhalte große Bedenken. Die Kosten für den Wolfsschutz seien für Sie nicht tragbar.

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Mai 2019 

 

Ist Weidetierhaltung noch möglich? 

 

Mahnwache für den angepassten Bestand des Wolfes! 

 

Am Freitag, den 10.05.2019 laden der Schafzüchterverband, der landwirtschaftliche Verein Hemmelte und die Jägerschaft Hemmelte um 19:30 Uhr zum Dorfkrug nach Hemmelte ein. Jürgen Gottke-Krogmann (WNoN-Weidetierhalter Deutschland) wird als Sprecher zur Verfügung stehen. 

 

Alle, die mit und in der Natur leben, sind herzlich eingeladen. 

 

Für das leibliche Wohl ist ausreichend gesorgt! 

 

 

 

 

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April 2019 

 

Praktikernetzwerk Wirtschaftsdünger startet - Landwirte gesucht! 

 

Das Praktikernetzwerk im Oldenburger Münsterland soll an praktischen Betriebsbeispielen zur Lösung der Nährstofffrage beitragen. Landwirte aus der Region, die ein Teilnahmeinteresse haben, können sich gerne melden.

 

 

Öffentliche Informations-  und Auftaktveranstaltung zum Praktikernetzwerk

 

Wann: 25.04.2019 um 13:30 Uhr 

Wo: Gaststätte Tiemerding, Essener Str. 19, 49456 Bakum

 

Programm:
1. Begrüßung
2. Aktuelle politische Entwicklungen (KLV Vechta/ Cloppenburg)
3. Vorstellung Praktikernetzwerk (Matthias Quaing, ISN)
4. Gülle effektiv aufbereiten – Welche Techniken sind geeignet? (Hans-Jürgen Technow, LWK Niedersachsen)
5. Praktikerbericht: Verfahren der biologischen Gülleaufbereitung auf dem Betrieb (Winfried Kläne-Menke)

Moderation Dr. Karl-Heinz Tölle, ISN-Projekt GmbH

 

Wenn Sie an der Informationsveranstaltung teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte unter 04471/965-261 an.

 

Weitere Infos oder Interesse an der Teilnahme? Dann melden Sie sich gerne bei Stephan Bicker unter bicker@klv-clp.de oder 04471/965-261. 

 

 

 

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Februar 2019 

 

Minister überreichen Förderbescheid

 

 

Auch der Kreislandvolkverband Cloppenburg ist Kooperationspartner des „Praktikernetzwerkes Wirtschaftsdünger - Nährstoffmanagement für Wasserschutz in der Modellregion Oldenburger Münsterland“. Zentrales Ziel des Praktikernetzwerkes ist es, kurzfristig einen wesentlichen Baustein zur Schließung von Lücken überregionaler Nährstoffkreisläufe zu liefern. Im Mittelpunkt steht dabei die Separations- und Aufbereitungsmöglichkeiten so weiterzuentwickeln, dass die Wirtschaftsdünger in marktfähige Nährstoffe umgewandelt werden, damit diese deutlich zielgerichteter und effektiver als Ersatz für mineralischen Dünger im Pflanzenbau eingesetzt werden können. Die Ansätze sollen auf einer Reihe von Betrieben in den Landkreisen Vechta und Cloppenburg geprüft und wenn möglich auch umgesetzt werden. Parallel sollen die Erfahrungen im Rahmen des Netzwerkes zwischen den Beteiligten ausgetauscht und darüber hinaus an alle schweinehaltenden bzw. tierhaltenden Betriebe in der Region weitergetragen werden. Die erarbeiteten Lösungen sollen somit auch als Beispiele bzw. Blaupause für alle Betriebe dienen, insbesondere in den Regionen Niedersachsens, in denen nach wie vor hohe Nährstoffüberschüsse zu verzeichnen sind.

Im Februar wurde in Hannover der Förderbescheid für das Vorhaben übergeben, welches jeweils mit 150.000 EUR vom Landeswirtschafts- und Umweltministerium finanziert wird. 

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Februar 2019

 

Landvolk praktizierende Tierärzte und Veterinäramt informierten Mitglieder

 

Im Januar und Februar 2019 veranstaltete das Landvolk wie in den Jahren zuvor zusammen mit dem Veterinäramt und mit praktizierenden Tierärzten aus dem Landkreis Cloppenburg verschiedene Infoveranstaltungen zur Tierhaltung.

 Mehr als 300 Landwirte informierten sich im Gasthof Sieger in Thüle zu Themen der Schweine-, Rinder- und Geflügelhaltung.

Auf der Infoveranstaltung für schweinehaltende Betriebe stellte Dr. Isabel Hennig-Pauka als Leiterin die Außenstelle für Epidemiologie der Stiftung der Tierärztlichen Hochschule Hannover aus Bakum vor. Zudem erläuterte Sie eine österreichische Studie, die sich mit Bewegungsbuchten im Abferkelbereich beschäftigt. Weiterhin wurde näher auf das Thema Schwänzekupieren eingegangen.

Anfang Februar fand die Infoveranstaltung für Geflügelbetriebe statt. Wie in Zukunft mit Maßnahmeplänen zur Antibiotikaminimierung umgegangen werden soll, erläuterte Frau Dr. Ines Lippemeier vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES). Des Weiteren wurden die Schadnagerbekämpfung, die Kadaverlagerung und betriebliche Kontrollen thematisiert.

Vier Experten sprachen auf der Infoveranstaltung für rinderhaltende Betriebe. Referiert wurde über Entschädigungen im Tierseuchenfall, über veränderte Anforderungen in Bezug auf die Hausapotheken, über den Umgang mit kranken und verletzten Tieren sowie über aktuelle Themen aus der tierärztlichen Praxis.

Die Zusammenarbeit des Landvolkes mit den praktizierenden Tierärzten und dem Veterinäramt hat sich in den vergangenen Jahren bewährt und soll auch fortgeführt werden.

Januar 2019

Stoffstrombilanz

Alle Unterlagen, die zur Erstellung der Stoffstrombilanz benötigt werden, finden Sie in einem Dokument in unserem Download-Bereich.Bei Fragen zur Erstellung der Stoffstrombilanz melden Sie sich gern bei uns..


Markus Banemann: 04471 / 965-162        Inga Schnier: 04471 / 965-268
Gudrun Briest: 04471 / 965-160                Frank Kleimann: 04471 / 965-248

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Januar 2019

 

Werksführung bei Nordzucker

 

Zusammen mit dem ASAK (Agrarsozialer Arbeitskreis der KLJB) wurde am 11. Januar das Nordzucker Werk in Uelzen besichtigt. Das Werk in Uelzen ist das größte Werk der Nordzucker AG. Nach einer spannenden Unternehmenspräsentation durfte die Produktion angeschaut werden. Während der letzten Rübenkampagne wurden pro Tag rund 18.400 Tonnen Rüben verarbeitet. Die Rüben werden an sechs Tagen die Woche rund um die Uhr angeliefert. Die Verarbeitung der Rüben erfolgt ebenfalls rund um die Uhr. Bis aus der Rübe Zuckerkristalle gewonnen werden, dauert es etwa 12 Stunden. Ein Hektar Zuckerrüben liefert sowohl den Jahresbedarf an Zucker für 550 Personen als auch für 100 Personen die Jahresmenge an Sauerstoff.

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Oktober 2018

 

Digitalisierung ist jetzt und hier

 

Das Thema „Digitalisierung“ stand im Fokus des vierten Wirtschaftstages, zu dem die oben genannten Landvolkverba?nde in Beteiligung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, der Handwerkskammer Osnabru?ck-Emsland, der Industrie- und Handelskammer fu?r Ostfriesland und Umgebung und der Industrie- und Handelskammer fu?r Osnabru?ck, Emsland und der Grafschaft Bentheim eingeladen hatten. Neben interessanten Referenten waren rund 150 Zuho?rer zu Gast.


Als Vorsitzender des Kreisverbandes Bersenbru?ck ero?ffnete Herr Johannes Schu?rbrock die Veranstaltung und betonte wie wichtig es sei, die Chance der Digitalisierung in der Landwirtschaft zu nutzen. Besonders der Breitbandausbau mu?sse weiter auf die Fla?che gebracht werden, um die moderne Landwirtschaft zu fo?rdern. Herr Dr. Michael Lu?bbersmann (Landrat des Landkreises Osnabru?ck) stellte in seinem Grußwort dar, dass die Digitalisierung sowohl die Nachhaltigkeit als auch die Effizienz der Arbeit in der Landwirtschaft positiv beeinflusst.

 

Einen Vortrag zum Thema „Digitalisierung in der Agrarwirtschaft“ hielt Jobst Rottmann. Durch seine berufliche Erfahrung als Verkaufsleiter fu?r Norddeutschland im John Deere Vertrieb schilderte er, von welchen Vorteilen die Landwirtschaft profitieren kann. Mit Hilfe von Digitalisierung sollen Mensch, Maschine, Technologie und Wissen miteinander vernetzt werden. Eine große Chance wird in der Verbesserung der Maschinenverfu?gbarkeit gesehen. Durch eine sta?ndige Datenu?bermittlung ko?nnten Reparaturen in Zukunft vorgenommen werden, bevor bestimmte Verschleißteile versagen. Zusa?tzlich ko?nnen Begleitscha?den vermieden und somit auch Kosten reduziert werden. Zum anderen pra?sentierte er die Vorteile im Bereich des Pflanzenbaus. Durch explizitere Ausbringung des Pflanzenschutzmittels kann die Pflanze gezielter behandelt werden. Eine Einsparung des Herbizid-Einsatzes ha?tte neben der Kostenreduzierung auch eine umweltschonendere Arbeitsweise

zur Folge, was sich wiederum positiv auf die Zufriedenheit des Verbrauchers auswirken wu?rde. Um dies auch umzusetzen, sei aber der Wandel von traditioneller zu digitaler Landwirtschaft wichtig, der weiter angefu?hrt werden muss. Dies bedeutet weg von gro?ßer, schneller und sta?rker hin zu effizienter, einfacher und pra?ziser, so Rottmann.

Nele Kolkmeier, Milchviehhalterin aus Osnabru?ck, berichtete von ihren ta?glichen Erfahrungen im Stall. Durch den Einsatz eines Melkroboters werden auf dem Betrieb Kolkmeier bereits ta?glich Daten genutzt und ausgewertet, um das Wohlergehen der Tiere sicherzustellen. Dies erleichtert besonders die Aufgaben rund um das Herdenmanagement. Inzwischen werden zusa?tzlich Daten der Tiere zwischen Betrieb und Tierarzt ausgetauscht, was sich jedoch weiterhin mu?hsam gestaltet.

 

Als praktizierender Landwirt war ebenfalls Henning Schulte-Uffelage aus Hilter anwesend. Er sprach den vermehrten Bu?rokratieaufwand an. Besonders auf den Betrieben werde es immer schwieriger, die große Flut an Daten zu sortieren und auszuwerten.

 

Als Gescha?ftsfu?hrer des Bundesverbands Lohnunternehmen e. V. war Herr Dr. Hartmut Matthes vor Ort. Er verdeutlichte, wie wichtig das richtige Miteinander ist. Es sind viele Solisten auf dem Markt, ein Zusammenspiel ist zu dieser Zeit aber noch nicht mo?glich. „Wir brauchen Dirigenten, um die technologischen Mo?glichkeiten in Gleichklang zu bringen“, so Dr. Matthes. Zusa?tzlich machte er auf den Datenschutz aufmerksam. Es mu?sse gekla?rt werden, wo die aufgenommenen Daten gespeichert werden und wer Zugriff auf die Daten erhalte.

 

Herr Stefan Muhle (Staatssekreta?r im Nieders. Ministerium fu?r Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung) erla?uterte unter anderem den „Masterplan Digitalisierung“, wofu?r in den na?chsten Jahren mehr als eine Milliarde Euro investiert werden soll. Vor allen Dingen wird das Ziel verfolgt, das Mobilfunknetz weiter auszubauen. Auf die Wichtigkeit der Kommunikation zwischen Politik und Landwirtschaft verwies Prof. Dr. Ludwig Theuvsen (Abteilungsleiter im Nieders. Landwirtschaftsministerium). Die Politik braucht den Kontakt zu den Landwirten, um kontinuierlich Verbesserungen umsetzen zu ko?nnen.

Fu?r die Zukunft heißt es weiter offen zu sein fu?r das Thema Digitalisierung. Es muss ein deutlicher Mehrwert erkennbar sein, um Akzeptanz fu?r aufkommende Vera?nderungen zu schaffen.

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